Aufbau: Tisch, Becher, Bälle
Gespielt wird auf einem langen Tisch, ideal sind rund 2,40 m × 0,60 m. An jedem Ende stehen 10 Becher als Dreieck (4-3-2-1), die Spitze zeigt zum Gegner. Die Becher werden etwa zu einem Drittel mit Bier oder Wasser gefüllt. Dazu kommen zwei Tischtennisbälle (40 mm) und ein Becher Wasser zum Abspülen der Bälle.
- 2 Teams à 2 Spieler (1 gegen 1 geht auch)
- 10 Becher pro Seite, als Dreieck aufgestellt
- 2 Bälle, ein Wasserbecher zum Spülen
Spielablauf und Wurfreihenfolge
Wer anfängt, entscheidet meist ein Augenkontakt-Wurf: Je ein Spieler pro Team wirft gleichzeitig und schaut dabei dem Gegner in die Augen — wer trifft, beginnt. Danach wirft pro Runde jeder Spieler eines Teams einen Ball, dann ist das andere Team dran.
Ein getroffener Becher wird ausgetrunken (oder einfach entfernt) und vom Tisch genommen. Treffen beide Spieler eines Teams in derselben Runde, gibt es die Bälle zurück und das Team darf noch einmal werfen („Balls back").
Die Ellbogen-Regel
Beim Wurf darf der Ellbogen nicht über die Tischkante ragen. Wer sich zu weit nach vorne lehnt, muss den Wurf wiederholen — ein Treffer zählt dann nicht. Bei vielen Turnieren gilt das Gleiche für die Handgelenke: Lehnen erlaubt, solange der Ellbogen hinter der Kante bleibt.
Bounce: der Aufsetzer
Ein Ball, der vor dem Becher auf dem Tisch aufspringt und dann trifft, ist ein Bounce. Er zählt meist doppelt: Der getroffene Becher plus ein weiterer, den das werfende Team aussucht. Dafür darf das verteidigende Team einen aufspringenden Ball wegschlagen, sobald er den Tisch berührt hat.
Re-Rack: Becher neu aufstellen
Wenn nur noch wenige Becher stehen, darf ein Team die verbleibenden Becher neu formieren lassen — zum Beispiel bei 6 Bechern zu einem kleinen Dreieck, bei 3 Bechern zu einem kleinen Dreieck oder bei 2 Bechern hintereinander. Üblich sind ein bis zwei Re-Racks pro Spiel, angefragt vor dem eigenen Wurf.
Island, Rebuttal und Todesbecher
Ein paar Sonderregeln machen das Spiel spannender. Sie sind nicht überall Standard, darum sollte man sie vor dem Turnier festlegen:
- Island: Steht ein Becher allein (berührt keinen anderen), darf man ihn ansagen. Trifft man genau diesen, fliegt ein weiterer Becher raus.
- Rebuttal (Redemption): Hat ein Team den letzten Becher getroffen, darf das andere Team so lange weiterwerfen, bis es verfehlt. Trifft es alle eigenen Restbecher, geht es in die Verlängerung.
- Verlängerung (Overtime): Beide Teams stellen 3 Becher auf, das Spiel geht mit diesen weiter.
- Todesbecher (Death Cup): Ein Ball landet in einem Becher, den der Gegner gerade in der Hand hält — das Spiel ist sofort verloren.
- Fingern / Pusten: Dreht sich der Ball im Becher noch am Rand, darf er je nach Regel rausgepustet (Männer) oder rausgefingert werden.
Hausregeln fürs Turnier festlegen
Bierpong-Regeln unterscheiden sich von WG zu WG. Für ein faires Turnier zählt vor allem, dass alle vorher dieselben Regeln kennen: Anzahl Becher, wie viele Re-Racks, ob Bounces verteidigt werden dürfen und ob es Rebuttal gibt.
In Rackd legst du genau diese Regeln pro Turnier fest — Becheranzahl, Bounce, Island, Re-Rack-Stufen, Rebuttal, Todesbecher und eigene Hausregeln. Alle Spieler sehen sie auf der Turnierseite, bevor sie antreten.